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Es ist schon länger bekannt, dass zwei Curly Horses die Eltern eines glatthaarigen Fohlens
sein können. Diese glatthaarigen Nachkommen der Curly Horses bezeichnet man auch als „Straight Curlies“.
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Eine Analyse der Daten der Amerikan Bashir Curly Horse Registry durch Dr. Philip Sponenberg
vom Virginia Polytechnic Institute hat ergeben, dass die Vererbung des lockigen Fells
bei den Curly Horses durch einen dominanten Mechanismus erklärt werden kann.
Für die Beschaffenheit der Haare ist ein spezielles Gen-Paar verantwortlich, das sich in
einem der 64 Pferdechromosomen befindet. Solche Gen-Paare findet man häufig in der Natur.
Man unterscheidet hier nun zwischen zwei verschiedenen Gen-Typen: einem dominanten Gen
(im folgenden mit „D“ bezeichnet), das die Information für das lockige Fell trägt
und einem rezessiven Gen, das die Information für ein glatten Fell trägt
(im folgenden mit „R“ bezeichnet). Sind beide Gene in dem Paar von dem rezessiven Typ,
so ist das Pferd glatthaarig, gehört hingegen eines der beiden Gene , oder gehören sogar
beide Gene in dem Paar dem dominanten Typ an, so ist das Pferd gelockt.
Das Gen, das zu dem gelockten Fell führt, „dominiert“ also über das Gen,
das für das glatte Fell verantwortlich ist (das unterdrückt, also rezessiv, ist)
Nehmen wir einmal an, dass die beiden Gene des Gen-Paars bei einer Curly Stute vom Typ (D,D) sind und die eines Curly Hengstes ebenfalls vom Typ (D,D) sind. Die Fohlen dieses Paares können ebenfalls nur vom Typ (D,D) sein und müssen daher alle gelockt sein. Entsprechend können die Fohlen von einer glatthaarigen Stute und einem glatthaarigen Hengst nur glatthaarig sein. Interessant wird es, wenn Pferde gekreuzt werden, bei denen das eine Gen in dem Paar dominant und das andere rezessiv ist. Aus der Kreuzung einer Curly Stute mit Gen-Paar (D,R) mit einem Curly Hengst mit Gen-Paar (D,R) können, jeweils mit Wahrscheinlichkeit von 1/4, Fohlen mit Gen-Paaren (D,D), (D,R), (R,D) und (R,R) hervorgehen. Statistisch gesehen besitzen drei von vieren Fohlen ein gelocktes Fell während eines ein glattes Fell besitzt (also ein Straight Curly ist) . Kreuzt man eine Stute mit Gen-Paar (R,R) mit einem Hengst mit Gen-Paar (D,R) so ist, statistisch gesehen, immerhin noch eines von vier Fohlen gelockt. Die Daten der Amerikan Bashkir Curly Horse Registry scheinen genau diesem Vererbungsmuster zu entsprechen. |